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Übersicht aller Autotechnik Themen
und der Ottomotor

Hier werden technische Grundlagen für den Laien verständlich erklärt!



Auf detaillierte Erklärungen zu komplexen Zusammenhängen wurde bewusst verzichtet.

Auf dieser Seite ist:






Grundlagen der Elektrik verständlich erklärt


Autoelektrik, Ladesystem, Wirkungsgrade, elektrische Verbraucher

lichtmaschine

Die Klimaanlage, Funktion, Bauteile



Technik für Motorroller, Motorräder und Mofa

Variomatik




Nützliches Smartphone Zubehör und gute geteste Apps für den Autofahrer

Smartphone Zubehoer





Der Ottomotor

Die Geschichte:

Nikolaus August Otto experimentierte um 1860 -wie viele Andere auch in dieser Zeit- mit Verbrennungsmotoren.
Seine geniale Idee war, die Luft im Brennraum vor der Zündung zu komprimieren. Man sagt, dass er selbst von der gewaltigen Verbrennung sehr erschrocken war, da seine Konstruktion bei den ersten Versuchen, durch die gewaltige Kraft, fast auseinander geflogen war. Praktisch führte er den Verdichtungstakt ein. Dies steigerte den Wirkungsgrad der geleisteten Arbeit ganz enorm.

1876 meldete Otto seine weiterentwickelte Verbrennungsmaschine zum Patent an.

Selbst nach fast 140 Jahren, mit den zahlreichen Erfindungen und technischen Fortschritt, funktionieren fast alle Motoren in unseren Fahrzeugen, immer noch nach Ottos Erfindung.

Der viertakt Ottomotor:

Vorab möchte ich ein für alle mal das Durcheinander werfen von 4 Takt und 4 Zylinder aufklären! Beim 4 Takt Ottomotor benötigt ein Zylinder für ein komplettes Arbeitsspiel 4 Takte. 4 Zylinder heißt lediglich die ANZAHL der Zylinder, in denen das Arbeitsspiel jeweils durchgeführt wird. So sagt 4 Zylinder lediglich aus WIEVIELE Kolben da zugange sind, d.h. die Leistung wird vervierfacht, nichts sagt das jedoch über die Arbeitsweise!
Es gibt auch 4 Zylinder 2 Takt Motoren!

Für ein komplettes Arbeitsspiel (4 Takte) eines Zylinders, benötigt die Kurbelwelle 2 Umdrehungen, also macht der Kolben 4 Hube.

1.Takt, Ansaugtakt
Das Einlassventil ist geöffnet und der Kolben saugt beim Abwärts gehen das Kraftstoff-Luftgemisch in den Zylinder.

2. Takt, Verdichtungstakt
Beide Ventile sind geschlossen und der Kolben verdichtet das Kraftstoff-Luftgemisch beim Aufwärts gehen.

3. Takt, Arbeitstakt
Beide Ventile sind geschlossen, das Kraftstoff-Luftgemisch wird mittels einer Zündkerze entzündet, die schlagartig entstehenden Verbrennungsgase drücken den Kolben abwärts. Dies ist der einzige Takt in dem Leistung erzeugt wird.

4. Takt, Austosstakt
Das Auslassventil öffnet sich und der Kolben drückt die verbrannten Gase beim Aufwärts gehen hinaus.

Dann geht's wieder mit Takt 1 los!

OT und UT

Technisch korrekt ist "das Abwärts gehen"
der Weg des Kolben von -dem höchsten Punkt den der Kolben im Zylinder erreichen kann, (oberer Totpunkt = OT, Umkehrpunkt)
nach dem tiefsten Punkt den der Kolben im Zylinder erreichen kann, (unterer Totpunkt = UT, Umkehrpunkt)
"Aufwärts gehen" ist analog dazu, der Weg des Kolbens von UT nach OT.

Dem besseren Verständnis wegen, habe ich auf diese Begriffe verzichtet.


Die mechanische Motorsteuerung:

Die Ein- und Ausslassventile müssen für den Gasaustausch geöffnet und geschlossen werden. Dafür ist die Nockenwelle zuständig.
Die vom Motor entwickelte Kraft an der Kurbelwelle muß die Nockenwelle antreiben, damit 1 Arbeitsspiel (4 Takte) realisiert werden kann. Die Kurbelwelle dreht 2X und die Nockenwelle 1X. Dies kann auf verschiedene Arten realisiert werden:

  • Stirnräder: Die Kraft wird mittels Zahnräder von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle übertragen.
  • Steuerkette: Die Übersetzung wird mit´einer Kette (ähnlich Fahrradkette) realisiert.
  • Zahnriemen: Das Gleiche mittels eines Riemens (ähnlich Keilriemen) aber mit Zähnen.
  • Königswelle: Ein Kegelradantrieb, der im normalen Fahrzeugbau praktisch keine Bedeutung mehr hat.
Meistens werden diese Übersetzungen auch genutzt, um Verteiler oder Einspritzpumpe anzutreiben.

Ein ausführlicher Beitrag über den Zahnriemen -Material, Aufbau und Vorteile-, ist auf der Reparaturanleitungen Zahnriemen Seite zu finden.


Das Ventilspiel

Alle reden über Ventilspiel und kaum einer weiß wofür es eigentlich gebraucht wird.

Ventilspiel
Im Prinzip eine einfache Sache:
Alle Metalle dehnen sich aus, wenn sie warm werden. Also dehnen sich auch der Zylinderkopf und die Stößel, Stösselstangen, und alle Teile die zum Ventiltrieb gehören, wenn der Motor warm läuft, aus. Da Zylinderkopf und Ventiltrieb in der Regel verschieden "lang" werden, sowie verschiedene Metalle zum Einsatz kommen und da man sicher gehen will, dass das Ventil stets richtig schließt, auch bei Verschleiß, braucht es etwas Spiel.

Während man früher das Spiel mit der Fühlerlehre einstellen musste, übernehmen das heute wartungsfreie Hydrostössel.

Arbeitsanleitung Ventilspiel einstellen

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