Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

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Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Zimt-Zicke » Do 22. Dez 2011, 14:49

Hallo liebes Forum :acute:

Ich bin durch Zufall über dieses Forum gestolpert und hoffe, dass ihr mir mal ordentlich Eure Meinung "geigen" könnt. Vielleicht hat ja jemand eine Idee für mich, was ich tun kann.

Es geht um unseren Opel Vectra 1,9 CDTI Diesel Baujahr 2007. Im Oktober 2010 haben wir bei einer Kilometerlaufleistung von 150.616 bei einer großen Opel-Werkstatt die große Inspektion mit Zahnriemen- und Wasserpumpenwechsel in Auftrag gegeben. Mein Vater hatte mich extra noch darauf hingewiesen die Wasserpumpe mit austauschen zu lassen, weil die wohl schon mal gerne Probleme macht und das für den Motor nicht wirklich gesund ist. Ein Mitarbeiter des Autohauses hat daraufhin zu mir gesagt, dass es bei Opel auch so üblich wäre die Wasserpumpe zusammen mit dem Zahnriemen zu wechseln, daher bin ich davon ausgegangen, dass das auch gemacht wird. Bei Abholung meines Fahrzeuges wurde mir auch nichts gegenteiliges mitgeteilt, daher habe ich vollsten Vertrauens unser Fahrzeug entgegengenommen.

Wie ihr Euch vermutlich schon vorstellen können, ist mir am 01.12.2011 auf der Rückfahrt von meiner Arbeit mitten auf der Autobahn der Motor ausgegangen. Es gab eine kurze Vorwarnung durch die Temperaturanzeige, wobei zwischen Vorwarnung und ausgehen des Motors gerade mal ein paar Sekunden lagen, sodass ich mehr als Mühe hatte das Fahrzeug ohne einen Unfall zu verursachen von der Autobahn zu bekommen. Die Lenkung ist ja dann sehr schwergängig und bremsen ist auch nicht wirklich einfach. Dazu kommt noch, dass man auch kein Gas mehr geben kann, wenn man auf die rechte Spur muss, weil ein LKW doch etwas schneller anrauscht, als vermutet. Also im großen und ganzen muss ich mehr als einen Schutzengel gehabt haben.

Laut eines ADAC Mitarbeiters wurde ein Zahnriemenriss festgestellt, was mich schon sehr gewundert hat, weil der ja erst vor 17.000 km gewechselt wurde. Unser Auto wurde daraufhin in eine nächstgelegene Werkstatt geschleppt. Dort bekam ich die Diagnose „Zahnriemenriss aufgrund blockierter Wasserpumpe“ mit dem Hinweis, dass die Wasserpumpe schon sehr alt und nie gewechselt worden sei. Ich habe daraufhin versucht mit dem entsprechenden Autohaus zu klären, warum die Wasserpumpe bei o. g. großen Inspektion nicht gewechselt wurde und bekam die Auskunft, dass man die Wasserpumpe nicht gewechselt hätte, weil sie Zitat „noch gut aussah“. Ich denke ihr könnt Euch meinen Schock über diese Aussage vorstellen. Auf meine Nachfrage, warum man sie nicht gewechselt hätte, obwohl ich darum gebeten habe wurde mir mitgeteilt, dass man das so nicht nachvollziehen könnte, weil mein Werkstattauftrag angeblich verschwunden sei und dies nun nicht mehr geprüft werden könnte. :rtfm:

Dazu muss ich sagen, dass wir innerhalb des letzten Jahres vier Todesfälle in der Familie hatten und ich vermutlich im Rahmen der Wohnungsauflösungen (Möbel abtransportieren u.s.w.) meine Kopie des Werkstattauftrages irgendwie verloren habe. Das ist natürlich meine Schuld, aber trotzdem denke ich, dass es möglich sein sollte auch im Nachhinein eine Kopie davon zu bekommen. Blöderweise hatte ich vorab eine ehemalige Freundin darrüber informiert, dass mein Fahrzeug vermutlich einen Motorschaden hat und diese Freundin arbeitet im besagten Autohaus und wird vermutlich die Information weitergegeben haben, sodaß daraufhin behauptet wurde, dass der Werkstattauftrag nicht aufzufinden sein. Desweiteren hatte sich diese Freundin auch u. a. um die Auftragsannahme gekümmert und so blauäugig wie ich war, hatte ich die Rechnung nicht detailiert geprüft. Bis vor kurzem war ich der Meinung, dass der Punkt „Zahnriemen-Satz“ auf der Rechnung die Wasserpumpe beinhaltet. Das scheint aber nicht so zu sein. Hätte ich das zu diesem Zeitpunkt gewußt, hätte ich natürlich nachgefragt, allerdings haben wir da ja wieder die Tatsache, dass ich den Wechsel in Auftrag gegeben habe und davon ausgegangen bin, dass alle gewünschten Arbeiten erledigt worden, sonst hätte man mich doch darauf hingewiesen, oder? :shok:

Ich habe daraufhin mehrfach versucht mit dem Geschäftsführer zu sprechen, der hat aber sofort das Gespräch beendet und nun findet keine Kommunikation mehr statt. Daraufhin habe ich dann nochmal Rücksprache mit dem Autohaus gehalten, zu dem unser Auto vom ADAC geschleppt wurde. Dort bekam ich die Auskunft, dass man mir nicht weiterhelfen könnte und ich die Angelegenheit selber klären müsste, aber ich könnte mich doch auch noch mit dem Autohaus in Verbindung setzen, welches erst am 02.11.2011 neben einem Ölwechsel ein Wintercheck durchgeführt hat. Im Rahmen des Winterchecks wird u. a. auch die Wasserpumpe auf Zustand und Dichtheit überprüft mit einer drei monatigen Garantie. Wie Sie am Datum sehen können, ist die Wasserpumpe gerade mal einen Monat nach o. g. Prüftung kaputt gegangen. Aussage vom diesem Autohaus dazu ist, dass man die Wasserpumpe eigentlich gar nicht prüfen kann und die Punkte beim Wintercheck nur abgehakt, aber eigentlich gar nicht geprüft werden können. Das Garantie-Zertifikat wäre „ein blödes Formular von Opel“, was man so gar nicht ausfüllen könnte. In diesem Zusammenhang frage ich mich als Kunde natürlich, warum es eine Garantie auf geprüfte Teile gibt, wenn die Garantie im Schadensfall dann doch nicht greift? Und ehrlich gesagt finde ich die Aussage, dass dieses Zertifikat nur ein "blödes Formular" von Opel sei und die Punkte gar nicht gesprüft werden können schon sehr gruselig.

Ich habe dann weiterhin versucht an meinen Werkstattauftrag vom dem Autohaus zu kommen, um eben auch zu prüfen, ob ich vielleicht einen Fehler gemacht habe, aber nun ist die letzte Aussage, dass ich eine Kopie meines Werkstattauftrages nur mit einem Anwalt bekommen würde, obwohl es vorher hieß, dass er verschwunden sein. Alles irgendwie total kurios.

Mir fällt es wirklich schwer nachzuvollziehen wie man bei einer Kilometerlaufleistung von 150.616 km so ein wichtiges Teil wie die Wasserpumpe nicht wechseln kann, wenn Zahnriemen und Spannrollen erneuert werden und man – wie das Autohaus mit dem Wintercheck behauptet – den Zustand einer Wasserpumpe gar nicht prüfen kann. Dazu kommt noch, dass ich eine Garantie auf die geprüften Teile (wie z. B. die Wasserpumpe) habe und ich trotzdem auf meinem Schaden (vermutlich Motor kaputt) sitzen bleiben soll.

Aus diesem Grund habe ich auch noch versucht über die Hauptzentrale in Rüsselsheim weiterzukommen. Laut Aussage eines Kundenberaters könnte man die Aussagen der Autohäuser nicht nachvollziehen, allerdings könnte er mir da nicht weiterhelfen, da die Autohäuser eigenständig wären und er keinen Einfluss nehmen könne. Es wurde dann versucht von Seiten der Hauptzentrale Rüsselsheim ein Kulanzantrag zu stellen, der wurde aber abgelehnt, weil uns angeblich eine Inspektion fehlen würde. Also große Inspektion bei 150.000 km und 17.000 km später Ölwechsel und Wintercheck. Welche Inspketion fehlt denn da? Laut Scheckheft wäre die nächste Inspektion doch erst bei 30.000 km fällig, oder? Also um es kurz zu machen: auch von Seiten der Hauptzentrale gab es keine Hilfe und / oder Vorschläge zur Lösung.

So, nun stehe ich hier ohne Auto, was zur Folge hat, dass mein Mann und ich Schwierigkeiten haben pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen und ich meine Kinder weder zu ihren Terminen fahren, noch von der Schule abholen kann. Dummerweise hat mein Arbeitgeber auch noch Insolvenz angemeldet und zahlt seit November keine Gehälter mehr, wodurch ich jetzt auch noch Schwiergkeiten habe mir ein Bahnticket zu leisten. Ich vermute, dass meine persönliche Situation dabei nicht berücksichtigt werden kann, aber vielleicht könnt ihr einigermaßen nachvollziehen was das alles für Auswirkungen auf unser tägliches Leben hat, wenn man von jetzt auf gleich ohne Fahrzeug darsteht.

Der Schaden unseres Fahrzeuges verursacht durch a) das nicht Wechsel der Wasserpumpe (obwohl drum gebeten) und b) vielleicht nicht fachgerechte Prüfen der Wasserpumpe hat also gravierende, existenzielle Probleme hervorgerufen. Davon mal abgesehen wurde mir von keinem der Autohäuser in irgendeiner Art und Weise weitergeholfen. Auch das Autohaus zudem unser Fahrzeug vom ADAC geschleppt wurde, wollte nur die Rechnung für die Diagnose bezahlt haben und hätte am Liebsten auf unsere Kosten das Fahrzeug repariert bzw. wir hätten Zitat „günstig einen Neuwagen finanzieren können“. Da wir unser Auto gerne wieder hätten und bis zur Klärung der Angelegenheit aus Kostengründen mit der Reparatur warten wollten, wurden wir unter Druck gesetzt und mussten letztendlich letzte Woche unser Fahrzeug (auf unsere Kosten) aus der Werkstatt holen. Nun steht der Wagen bei meinen Eltern in einer Scheune und davon mal abgesehen wie wütend und traurig mich der ganze Verlauf macht, ist es wirklich schade um unser Familienauto.

Ich vermute, dass einige von Euch sagen werden, dass das alles einfach dumm gelaufen ist und ich das Auto abschreiben soll. Das wirklich blöde an der ganzen Geschichte ist, dass ich noch nicht mal weiß, was und ob überhaupt was am Motor kaputt ist. Alle drei Opel-Werkstätten wollten mich nur so schnell wie möglich loswerden und über die Hauptzentrale kam ja auch keine Hilfe. Da ich weder ein Rucken, Knallen oder sonstirgendwas wahrgenommen habe, bevor der Motor ausgegangen ist, habe ich die klitzekleine Hoffnung, dass vielleicht doch nicht ganz sooooooo viel kaputt ist.

Wäre wirklich so unendlich schade für unseren Vectra, zumal wir gerade noch eine neue Windschutzscheibe haben einbauen und die hinteren Scheiben tönen lassen, dann sind noch brandneue (sauteure) Winterreifen drauf, neue Sommerreifen haben wir auch noch und dass ist es ja nicht nur der "normale" Vectra, sondern auch noch das Sondermodell Edition. Also auch Fahrvergnügen plus "Luxus", wenn man das so formulieren kann und ich persönlich eine Laufleistung von 167.000 km für einen Diesel eigentlich nicht viel, oder? Ich kann mich wirklich nicht mit dem Gedanken anfreunden das Auto jetzt verschrotten zu müssen.

Hat da vielleicht jemand von Euch eine Idee? :roll:
Zimt-Zicke
 
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Galant » Do 22. Dez 2011, 21:07

Hallo Zimt Zicke,
also um es vorweg zu nehmen: Es ist kein fachlicher Fehler die Wasserpumpe an dem Vectra nicht mit zu wechseln!
Es gibt einige Arbeiten am Auto, da gibt es so etwas. Z.B.: Willst du dieses Teil auswechseln, musst du das Teil zusätzlich und Schrauben oder Muttern dafür mit wechseln. Meist gibt es die Ersatzteile dann auch nur im, kompletten Satz.
Manche Kunden wollen sogar keinen Wasserpumpenwechsel. Sie vermuten "Geldmacherei" mit dem zusätzlichen Auftrag. Es ist nicht zwingend Notwendig die Wasserpumpe gleich mit auszutauschen, aber meistens sehr sinnvoll.
Eine Wasserpumpe zu "prüfen" ist so eine Sache. Natürlich kann man sehen, wenn die Zahnriemenabdeckung und der Zahnriemen ab ist, ob sie dicht ist und Spiel hat. Ich hatte aber auch schon Fälle dass nichts zu sehen war und absolut kein Spiel zu spüren war und trotzdem war sie nach paar hundert Kilometer defekt. Man kann halt nicht rein gucken.

Du musstest doch sicher etliche 100 Euro bezahlen, als du das Auto abgeholt hast und da prüfst du nicht die Rechnung???

Bei 168.000 Km kannste Kulanz vom Hersteller vergessen.

Auch wenn du keinen Knall oder sonst was gehört hast, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Motorschaden vorliegen. Genau wissen kann man es aber erst, wenn der Zahnriemen und natürlich die Wasserpumpe neu eingebaut wird. Das kostet natürlich wieder erstmal....

Eine Alternative wäre noch, gleich einen günstigen gebrauchten Motor einbauen zu lassen. Mach das aber nur dort, wo sie Dir ein paar Monate Garantie geben.
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Zimt-Zicke » Fr 23. Dez 2011, 16:12

Hallo Galant,

erst einmal vielen Dank für Dein schnelles Feedback.

Ich denke auch, dass es kein "fachlicher" Fehler ist, die Wasserpumpe nicht zu wechseln, wobei ich als Laie sagen würde, dass es bei einer Kilometerlaufleistung von 150.000 km schon sinnvoll wäre, da man ja - wie Du auch beschrieben hast - nicht wirklich in die Wasserpumpe reingucken kann. Wäre ja dann mehr oder weniger ein Glücksspiel wie lange sie dann noch hält. Desweiteren hatte ich den Wechsel der Wasserpumpe zusammen mit der großen Inspektion und dem Zahnriemenwechsel in Auftrag gegeben. Da ja dummerweise eine (ehemals) beste Freundin - die ich seit über 20 Jahren kenne - in diesem Autohaus arbeitet hatte ich blindes Vertrauen, dass alles so erledigt wird, wie ich es in Auftrag gegeben habe. Die Rechnung habe ich zwar gelesen, aber auch da kann ich dummerweise nur zu sagen, dass ich der Meinung war, dass der Punkt "Zahnriemen-Satz" auch die Wasserpumpe samt Schrauben beinhaltet. Ich weiß, dass war blöd von mir und ich hätte da nachfragen müssen, nur wenn ich einer langjährigen Freundin nicht mehr vertrauen kann, wem denn dann? Mir wurde ja bei Abholung des Fahrzeuges nicht gegenteiliges mitgeteilt, daher bin ich davon ausgegangen, dass alles gemacht wurde. :oops:

Davon mal abgesehen ist es sehr kurios, dass ich eine Kopie meines Werkstattauftrages nur mit einem Anwalt bekommen würde. Auch hier weiß ich, dass ich meine Kopie hätte besser aufbewahren müssen, aber es dürfte doch kein Problem sein mir eine Kopie nochmal zuzustellen, wenn ich einen "Fehler" gemacht und nicht mit angegeben hätte die Wasserpumpe wechseln zu lassen. Daher muss ich leider davon ausgehen, dass das Autohaus was zu verbergen hat und hofft, dass ich mir keinen Anwalt nehme. :rtfm:

Auch das mit der Prüfung der Wasserpumpe scheint mir ein wenig seltsam, zumal mir ein Werkstattmitarbeiter doch tatsächlich gesagt hat, dass man das Wintercheck-Zertifikat im Grunde in die Tonne drücken kann, weil es sich Zitat "um ein blödes Formblatt von Opel handelt, auf dem die Punkte einfach nur abgehakt werden". Man hat wohl kurz mit der Taschenlampe reingeleuchtet und die Wasserpumpe für "ok" befunden und dafür gibt es dann drei Monate Garantie. Komische Sache und nicht wirklich vertrauenserweckend. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was sich Opel dabei gedacht hat. Händigt den Kunden ein Zertifikat mit Garantie aus und wenn es dann zum Schadensfall kommt, bekommt man seltsame Ausreden. Im Grunde hätten wir uns den Wintercheck vermutlich sparen können. Hat ein wenig was von Leute veräppelei, oder? Zumal ich diese Aussagen von allen drei Opel-Autohäusern bekommen habe und Rüsselsheim mir noch nicht einmal erklären konnte, was beim Wintercheck genau gemacht wird. :pardon:

Ja, das mit dem Zahnriemen und neue Wasserpumpe einbauen habe ich auch schon gehört. Die Frage ist nur, was dann? Ich vermute mal, dass ich den Motor nicht einfach so starten sollte, wenn ich nicht weiß was damit ist. Am allerliebsten würde ich mal reingucken, aber das wollte keins der Autohäuser für mich tun. Wäre unnötig und zu aufwendig, aber ein neues Auto könnte ich gerne bei denen finanzieren. Sehr seltsam alles. Also so "alt" ist unser Auto ja noch nicht und egal was dran ist, muss doch wieder repariert werden können. Wirklich schade, dass keins der Opel-Häuser mir da irgendwie helfen wollte. Ich kann nur vermute, dass es sich für die Werkstätten nicht lohnt einen Motor auseinander zu nehmen oder so, aber traurig schon, dass man so alleine gelassen wird.

Ich kann im Grunde nur überlegen, ob ich den Motor selber mal auseinanderpflücke, oder das Fahrzeug verkaufe, mich über den Riesenverlust ärgere und Opel für immer den Rücken kehre. So wie das bei uns alles gelaufen ist, war ja mehr als unglücklich und da drei Autohäuser sich nicht wirklich hilfsbereit gezeigt haben und von Rüsselsheim im Grunde nur die Aussage kommt, dass sie nichts dagen tun können ... was bleibt mir denn anderes übrig?

Na ja, jetzt versuche ich erstmal den Kindern trotzdem ein einigermaßen schönes Weihnachtsfest zu bieten, auch wenn der Einkauf ohne Auto schon eine Quälerei war. Unser kompletter Alltag hängt seit drei Wochen. Weiß man manchmal gar nicht zu schätzen, was es bedeutet einen fahrbaren Untersatz zu haben. Das weiß man erst, wenn man keinen mehr hat. :cry:
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Heinz_Rudolf » Fr 23. Dez 2011, 19:59

Hallo Zimt - Zicke,
Willkommen im Board!

Dein Fall ist ja schon fast tragisch.
Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, solltest Du ruhig zum Anwalt gehen. Wenn nicht, kannst Du Dich auch an die zuständige Handwerkskammer wenden, die sind für Schlichtungen zuständig. Kannst ja einfach mal dort anrufen. Lese auch das zur Schlichtung der Handwerkskammer bei Reklamationen.

Es ist bekannt, dass Garantie Bedingungen von Opel oft sehr "seltsam" sind und sie deshalb sogar schon der Wettbewerbszentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbeewerbs wegen ihrer "Lebenslangen Opel Garantie" abgemahnt wurden.

Zimt-Zicke hat geschrieben:Ich vermute mal, dass ich den Motor nicht einfach so starten sollte, wenn ich nicht weiß was damit ist. Am allerliebsten würde ich mal reingucken,

Wenn Du überhaupt eine ganz kleine Chance behalten willst, dass die Ventile nicht krumm sind, STARTE AUF KEINEN FALL DEN MOTOR!

Wäre es mein Auto, würde ich es reparieren, auch wenn ein kleines Restrisiko bleibt. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ca. von 50 Reparierten Ventilschäden über 100.000Km Laufleistung, nur vielleicht einer kurze Zeit später mit einem Pleul oder Lagerschaden liegen geblieben ist. Also 49 liefen noch munter zehntausende von Kilometern.
Hast Du Dir mal paar Preise von Freien Autowerkstätten für eine Reparatur in Deiner Stadt geholt?
Gruß Heinz
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Bitte immer in der Überschrift den Fahrzeugtyp u. das Problem (Stichwort) angeben! Im Beitrag die Schlüsselnummern zu2 und zu3 aus dem Kfz-Schein angeben.
Eine genaue Beschreibung des Fehlers im Beitrag, erspart unnötige Nachfragen!
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Zimt-Zicke » Sa 24. Dez 2011, 10:32

Hallo Heinz,

vielen Dank für Deine liebes Feedback!

Ja, eine Rechtschutzversicherung habe ich und einen Anwalt, der mit einer recht großen Sozität zusammen arbeitet und sogar noch eine ehemalige Klassenkameradin, die Richterin ist, aber wie gesagt ich möchte eigentlich gar nicht zum Anwalt, oder sonst irgendwie Ärger haben. Ich hatte die Hoffnung mit dem Geschäftsführer des Autohaus klären zu können, warum die WAPU nicht gewechselt wurde und was wir nun am Besten machen, aber der hat ja einfach das Gespräch beendet und lässt sich nun verleugnen. Wirklich schade, wenn Du mich fragst.

Diese Garantie ist wirklich sehr fraglich, vor allem mit dem Hintergrundwissen, dass man zum Einen die WAPU gar nicht wirklich prüfen kann und zum Anderen die doch alle sehr seltsamen Ausreden. Wirklich genau sagen, was beim Wintercheck gemacht wird, konnte mir niemand.

Ich habe mir schon mal ein paar Preise für Austauschmotoren herausgesucht, aber da taucht ja wieder das Problem auf, dass ich ja leider gar nicht weiß, was genau an meinem Motor ist. Bekannte die ich gefragt habe, darrunter auch Kfz-Mechaniker, meinten alle, dass es sich nicht lohnen würde meinen Motor zu reparieren, weil der Kosten-/Zeitaufwand höher wäre, als wenn man gleich einen Austauschmotor einbaut. Das mag schon sein und macht auch Sinn, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl "guck erstmal in den Motor". Ich weiß nicht, ob zu meiner persönlichen Beruhigung, oder um eben einfach mit "meinem" Motor abschließen zu können. Hört sich für Dich bestimmt bescheuert an, aber vielleicht kannst Du mich da verstehen. In diesem Zusammenhang wäre es natürlich schwierig eine Werkstatt damit zu beauftragen in den Motor zu schauen, einen Kostenvoranschlag zu machen und dann zu sagen, dass doch lieber ein Austauschmotor eingebaut werden soll. Wären ja im Grunde nochmal unnötige Kosten. Ist ja schon sehr aufwendig einen Motor auf Herz und Niere zu prüfen. Schwierige Situation.

Nun denn, jetzt haben wir erstmal Weihnachten und wer weiß, vielleicht schickt uns der Weihnachtsmann ja gute Nachrichten von der Kfz-Innung. Die Schiedsstelle bearbeitet meinen Fall bereits, allerdings wird es wohl etwas dauern bis wir zu einem Ergebnis kommen.

Ich wünsche Dir ein schönes Weihachtsfest und danke Dir nochmal für Deine Mühe!
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Zimt-Zicke » So 22. Jan 2012, 15:13

Hallo zusammen,

wie versprochen nach langem Hin- und Her Feedback zu unserer "Opel-Geschichte". Um es kurz zu machen: ich geb auf! Seit fast zwei Monaten habe ich mich nun herumgeärgert. Ich kann nicht mehr. So viel Ungerechtigkeit auf einmal ist einfach nicht zu ertragen und dann muss man sich noch als Lügner darstellen lassen.

Zum einen wurde mir vorgeworfen wurde, dass ich den Wechsel der WAPU nie in Auftrag gegeben hätte und das, obwohl es sogar eine Zeugin gibt die bei dem Gespräch dabei war. Dann wurde mir vorgeworfen ich hätte die Arbeitskarte besser prüfen müssen und das obwohl selbst die Schiedsstelle die Kürzel nicht deuten konnte und beim Autohaus nochmal nachfragen musste. Die waren natürlich vorgewarnt und haben totalen Quatsch erzählt. Ich kann doch nicht mehr als sagen "bitte WAPU mitwechseln". Das dies von dem Autohaus nicht eindeutig schriftlich festgehalten wurde, obliegt nicht meinem Einfluss, oder hätte man als Laie die Werkstattsprache kennen und eine Arbeitskarte deuten müssen? Ein wenig Vertrauen sollte doch vorhanden sein, zumal sich ja eigentlich meine Freundin um alles gekümmert hat und wenn man kein Vertrauen zu Freunden mehr hat, dann stimmt doch was nicht, oder? Gut, im Nachhinein musste ich feststellen, dass meine "Freundin" mir auch noch in den Rücken gefallen ist und behauptet hat, dass wir nie über den Wechsel der WAPU gesprochen hätten. Feine Sache. Tja, wahre Freunde erkennt man in der Not.

Von dem ganzen Chaos mal abgesehen, wechseln interessanterweise sogar günstige "Werkstattketten" bei jedem Zahnriemenwechsel die Wasserpumpen mit. "Ist allgemein so üblich" wurde mir da mitgeteilt und freundlicherweise hat man mir eine Arbeitsanleitung mit Zeichnung vorgelegt wo eindeutig zu erkennen ist, dass bei unserem Modell die WAPU mitgewechselt werden muss. Man könnte keinen neuen Zahnriemen mit neuer Spannung über eine alte WAPU spannen. Alleine durch die neue Zugkraft wäre die korrekte Funktion einer WAPU schon nicht mehr gewährleistet. Ich ziehe ja auch keine alten Schnürsenkel in ein neues paar Schuhe. Auch wenn der Vergleich vielleicht ein wenig bescheuert ist.

Na ja, hätte ich mein Auto lieber mal zur günstigen "Werkstattkette" gebracht. Wäre zum einen viel günstiger gewesen und zum Anderen würden wir den Vectra dann jetzt noch fahren. Die sind sich zumindest bewusst wie wichtig es ist die WAPU zu wechseln und eine Mobilitätsgarantie hätte es auch gegeben. Dann hätten wir zumindest die letzten Wochen nicht ohne Fahrzeug verbringen müssen.

Ach und zu dieser Wintercheckgeschichte wurde mir von der Schiedsstelle mitgeteilt, dass man eine Wasserpumpe - bis auf eine Sichtprüfung - gar nicht prüfen könnte. Interessant, dass im Zertifikat aber "Prüfung auf Dichtigkeit und Zustand" steht. Ist doch irreführend, oder? Da denkt mal als Kunde, dass die WAPU geprüft wurde und ok ist und drei Wochen später geht das Ding kaputt und da muss man dann erfahren, dass das Teil schon steinalt und total verostet war? Hätte man doch "sehen" müssen, oder?

Tjoar und wenn man doch eine WAPU nicht wirklich prüfen kann, wie kann man dann bei einer Laufleistung von 150.000 km davon ausgehen, dass sie Zitat "noch ok" ist?

Da fühlt man sich nicht nur hintergangen und an der Nase herumgeführt, sondern wird auch noch als Lügner dargestellt. Früher war der Kunde mal König, aber die Zeiten sind wohl vorbei. Da sitzen wir nun auf unserem Schaden und können zusehen wie wir zur Arbeit kommen und die Kinder zu ihren Terminen. Na dann mal frohes, neues Jahr!
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Re: Opel Vectra 1,9 CDTI Zahnriemen gerissen

Beitragvon Ellieres » Di 22. Jan 2013, 10:18

Das tut mir echt leid so was zu hören, ich kann aber verstehen, dass die ganze Geschichte extrem nervenzehrend ist und man so einfach nicht lange weiter machen kann, weil man daran zu Grunde geht. Ist halt echt schade :( Aber ich denke damit muss man dann halt auch umgehen können. Vor allem wenn man auch noch andere dringlichere Probleme hat, wie Wohnungsumzug, Todesfälle oder Jobwechsel...

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