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Bochum - meine Stadt tief im Westen

Bochum Lokal, Geschichte, Menschen, Sehenswürdigkeiten,
Veranstaltungen und vieles mehr...


Kohle-Loren sind Geschichte in Bochum
Lore am Stadion


Ich bin ein Bochumer Junge

Ich bin in Bochum geboren, lebe in Bochum, habe meine Autowerkstatt in Bochum und wenn der Tag gekommen ist, möchte auch in Bochum begraben werden.
Wenn ich einmal länger als 2 Wochen aus Bochum fort bin, wird mir warm ums Herz wenn ich das Bochumer Ortsschild sehe.



Hannes





Auf dieser Seite ist:

Der Bochumer Horizont
Bochumer Horizont

Lage und Geschichte

Die geografische Lage und Geschichte


Die Stadt Bochum ist in Nordrhein-Westfalen und liegt mitten im Herzen des Ruhrgebiets auf einer Höhe von 96 Meter. Mit der Einwohnerzahl von 365.406 davon sind 51,4% weiblich, (Stand 01.01.2015) gehört Bochum zu den 20 grössten Städten der Bundesrepublik. Das grösste fliessende Gewässer ist die Ruhr in Bochum.
Erste Spuren einer festen Besiedelung finden sich bereits in der Jungsteinzeit. Die Entstehung verdankt Bochum vermutlich durch die Kreuzung zweier Handelsstrassen. Die erste urkundliche Erfassung ist bereits aus dem Jahr 890.
Der Aufstieg Bochums begann dann 1841 als der erste Schacht im heutigen Bochum Hamme gegraben und die erste Tiefbauzeche "Zeche Präsident" im westfälischen Ruhrgebiet gegründet wurde.

Die ehemalige Zechenstadt Bochum

Zeche Holland in Bochum
Zeche Bochum

Das "Grubengold" Kohle verschaffte vielen Menschen in Bochum Arbeit und einen bescheidenden Wohlstand. 1929 hatte Bochum mit 70 Schachtanlagen den absoluten Rekord in Europa, keine andere Stadt hatte mehr.

Durch die damals sehr zahlreichen Unfälle in den Zechen wurde 1888 das Bergmannsheil gegründet und damit das erste Unfallkrankenhaus auf der Welt. Heute ist das Bergmannsheil ein Universitätsklinikum der Ruhr Uni Bochum. Zum Wohle des Patienten wird geforscht und geheilt, auf höchsten internationalen Niveau und das Bergmannsheil ist weltweit anerkannt, in der medizinischen Spitzentechnologie. Nicht wenige betuchte Patienten lassen sich sogar aus dem Ausland einfliegen, um dort behandelt zu werden.

Das Zechensterben begann 1960, als mit der Zeche "Prinz-Regent" die erste Grossanlage geschlossen wurde.

Radreifen Produktion im Bochumer Verein
© Bild by Claudia B. Vielen Dank!
glühender Radreifen Mit der Schliessung der letzten aktiven Zeche "Hannover" 1973, wurde der letzte "Kumpel" nach Hause geschickt und in Bochum war die Zeit des Bergbau vorbei.
In der Regel wurden die Fördertürme abgerissen und es wurde Platz für Neues gemacht. So musste ich für die Zechenbilder auf dieser Seite recherchieren, wo -neben denen die ich kannte- überhaupt noch weitere Fördertürme stehen. Leider ist heute in Bochum nur noch wenig von dieser Vergangenheit zu sehen.

Die Kohleförderung der Zechen in Bochum, zogen viele energiehungrige Unternehmen an, wie Stahl- und Stahl verarbeitenden Industrien. Industriegeschichte schrieb die Stahlwerke "Bochumer Verein" 1842, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das eröffnete ganz neue Dimensionen in der Stahlindustrie, hat weitere Berufe geschaffen, wie Modelbauer, Gussmechaniker usw. und gute qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.


Bochum, die Stadt im stetigen Wandel

Die Ruhr Universität Bochum
Ruhr Universtaet Bochum
(Damals noch..) Weitsichtige Planer und Politiker leiteten den notwendigen Strukturwandel für Bochum ein. Im Mai 1960 gab die Stadt Bochum bekannt, dass die Adam Opel AG insgesamt 3 Werke bauen wird. Da teilweise auf still gelegten Zechen gebaut wurde, musste Bochum die Haftung für Regressansprüche wegen eventueller Bergschäden übernehmen.
Am 5. Dezember 2014 lief der letzte Opel aus Bochum vom Band, dank des Aufsichtsrates der General-Motors-Tochter. Ca. 3500 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Seit dem sind Opel Fahrzeuge nicht mehr ganz so beliebt wie vorher in Bochum.

Jedoch etwas schlimmer erging es Nokia nach seiner Werksschliessung 2008 in Bochum und die Verlegung nach Rumänien. In guten Zeiten waren bis zu 4500 Arbeitnehmer in dem Werk und der Entwicklungsabteilung beschäftigt.
Das neue Werk dort wurde in hohem Maße mit EU Subventionen und Steuergelder errichtet. Nokia erhoffte sich eine Gewinnsteigerung dort von rund 12%.
Das wurde Nokia von den Bochumern und vielen Menschen in ganz Deutschland sehr übel genommen. Es war nicht mehr schick ein Nokia Handy zu benutzen und man musste oft erklären, warum man noch diese Marke benutzt.
Übrigens wurde das rumänische Werk bereits nach etwas über 3 Jahren geschlossen. Die Manager hatten einfach nicht die etwas "legere" Arbeitseinstellung der Rumänen mit einkalkuliert. Der Image Schaden und fehlende Produkt Innovationen, taten dann alles weitere zum Abstieg von Nokia.
Manche Dinge regeln sich ganz von selbst...

1964 begann der Bau der Ruhr Universität Bochum (RUB) und die Ingenieurwissenschaften konnten bereits im Juni 1965, den Betrieb in den ersten fertiggestellten Gebäuden aufnehmen. Heute studieren 42.718 Menschen an diesem Forschungsstandort und über 5600 Mitarbeiter werden beschäftigt. 2015 feierten 100.000 Besucher den 50. Jahrestag der Ruhr Universität Bochum. Bundespräsident Gauck sprach bei der Feier von einem "Motor des Wandels" im Ruhrgebiet und das die RUB für Innovation und sozialen Aufstieg steht.

Einst war Bochum ein reiner Industriestandort, heute ist er zu einem modernen Wissens- und Wirtschaftsstandort geworden.

Die Menschen in Bochum

Der Kemnader Stausee in Bochum
das grosse Freizeitzentrum in der Natur
Naherholungsgebiet Kemnade
Die Entwicklung und Geschichte Bochums, haben das Verhalten, den Umgang, die Art und das Lebensgefühl der Bochumer geprägt. Als einstige Zechen und Industriestadt, war es gar für das Überleben unerlässlich, dass die Menschen sich aufeinander verlassen können und einander helfen. Schlimme tödliche Arbeitsunfälle lehrten, dass man sich auf das Wort des Kumpel oder Kollegen unbedingt verlassen können musste. Unwahrheiten, Halbwahrheiten, drum herum Gerede, keine direkten klaren Ansagen, konnten schlimme Folgen haben.
Auch Privat half jeder dem Anderen und natürlich wurde ihm ebenfalls geholfen. Gerade in der Armut im Anfang des 19. Jahrhunderts konnte man so ein erträgliches Leben führen. Aber auch in den 60ziger Jahren war es noch ein grosser Vorteil, zusammen zu stehen. All das prägte den Bochumer bis heute.
Toleranz in Bochum
Tolerantes Bochum Mit beginn der Industrialisierung in Bochum entstanden so viele Arbeitsplätze, die von den Bochumer Einwohnern und Umgebung nicht mehr besetzt werden konnten. So war es schon ab Anfang 1890 notwendig geworden, Menschen aus Osteuropa und Südeuropa abzuwerben und zu integrieren.

So entstand ein traditionell tolerantes miteinander im Ruhrgebiet. Es war und ist egal ob der Kollege oder Kumpel der neben einem arbeitet, einen Migrationshintergrund hat oder nicht. Hauptsache man kann sich auf ihm verlassen.
Im Ruhrgebiet und in Bochum ist egal welche Hautfarbe jemand hat, aus welchem Land man kommt, wieviel man besitzt, -Hauptsache man ist ehrlich, verlässlich und steht zu seinem Wort!
So gab es in Bochum keine Anti Pegida Demo, denn es gab hier überhaupt keine Pegida Demo! ;-)

Was der Bochumer schätzt oder auch nicht

Das TyssenKrupp Stahlwerk in Bochum
TyssenKrupp Stahlwerk Die Geschichte Bochums, die Zechen, Stahlwerke, Autowerke, prägte die Bochumer und ihr Verhalten. Der Bochumer ist sehr neugierig und hat gelernt flexibel zu sein. Sterben die Zechen, werden eben Autos gebaut. Werden Stahlwerke, Autowerke und die Handyproduktion geschlossen, werden Forschungseinrichtungen errichtet.
Der Bochumer hasst Unzuverlässigkeit, Lügen, Drumherumrederei und mag klare Ansagen. Oft wird gesagt, dass der Bochumer kein bisschen diplomatisch ist und zu direkt sagt was er denkt. Der Bochumer feiert gern, trinkt gern Bier, ist offen und schliesst gern Freundschaften, -wenn es passt. Gern tut er das auch in Eckkneipen. Er ist interessiert an allem Neuen, findet fremde Kulturen und Lebensweisen spannend -man könnte ja etwas interessantes übernehmen- und ist tolerant.
Der Bochumer ist aber auch störrisch, wenn er etwas nicht will, will er es nicht und dann macht er es auch nicht.

Kulturstadt Bochum


Schauspielhaus Bochum
Schauspielhaus Bochum
Bochum ist kulturell sehr breit aufgestellt und besitzt u.A. nicht weniger als 21 Museen, 7 Theater und 5 Kino Häuser(+2 Temporär).
Am bekanntesten -auch ausserhalb Deutschlands, dürfte wohl das Bochumer Schauspielhaus, das erfolgreichste Musical der Welt Starlight Express und das deutsche Bergbaumuseum sein.

Des weiteren finden auf das Jahr verteilt, immer wieder Veranstaltungen in Bochum statt. Das Kulinarische Treffen, das Zeltfestival Ruhr, Kemnade in Flammen, Extra Schicht, Bochum Total und vieles mehr.
Unten sind einige gute Links, denn alles kulturell interessante auf zu zählen, würde den Rahmen hier sprengen.


Das Bermuda3eck in Bochum

Das Bochumer Bermuda3eck
Bermuda3eck in Bochum
Als "Bermuda3eck" wird in der Innenstadt ein Bereich genannt, auf dem sich auf rund 2 km² über 80 Gaststätten, Kneipen, Discos und Esslokale recht dicht tummeln. So es das Wetter zu lässt, kann meist auch draussen gesessen werden, oft werden über 30.000 Besucher am Tag gezählt. Bei Veranstaltungen wie "Bochum Total" kommen rund 10 X mehr. Woher der Name kommt ist leicht zu erraten, manchmal verschwindet dort der Eine oder Andere ein paar Tage, kommt aber immer wohlerhalten irgendwann nach wieder Hause. Er hat halt durch gefeiert.
Nicht zuletzt durch die Studenten und das freundliche Miteinander, ist dort meistens etwas los und man hat keine langen Wege.
Es gibt in Bochum aber noch unzählige weitere Möglichkeiten auszugehen.

Die Bochumer und der VfL Bochum

Logo VfL Bochum
Die Bochumer sind ein Fussballverücktes Völkchen. Das sieht man nicht nur bei Fußballweltmeisterschaften, an den oft den überfüllten verschiedenen Orten an denen das "Public Viewing" statt findet, sondern auch an die Treue zum -oft weniger erfolgreichen- VfL Bochum.

Dennoch gelingt es dann und wann, einen übermächtig scheinenden Gegner, mit einer "Packung" nach Hause zu schicken. Es passiert selten, aber es passiert!
Meistens gilt jedoch was der Bochumer Schriftsteller Frank Goosen in einem seiner Werke geschrieben hat: (sinngem.) "Als Bochumer Kind, lernst du durch den VfL, schnell mit grossen Enttäuschungen um zu gehen."

Ich denke, dass ist eine wichtige Schule für das Leben. So werde ich nie vergessen als ich heranwachsender junger Bursche das Spiel am 18.09.1976 gegen Bayern München im Ruhrstadion geschaut habe. In der Halbzeit führte unser VfL Bochum 3:0 !! Letztlich haben wir jedoch mit 5:6 das Spiel verloren. Ein solches Trauma härtet richtig ab...

Die grössten Erfolge unseres VfL sind schnell aufgelistet: die zweimalige DFB-Pokal Finalteilnahme und der zweimalige Einzug in den UEFA Pokal.


Zwinkern "Ob ich mir vorstellen könnte, jemals aus Bochum weg zu gehen?"
Wie die Oma des Bochumer Schriftsteller Frank Goosen schon sehr weise sagte: (Zitat)
"Woanders ist auch Scheisse!"

Nützliche Links für Touristen und Besucher in Bochum



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