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Ratgeber und Tipps zum Autoverkauf


Tipps und Ratschläge zum Gebrauchtwagenkauf sind hier.
Hier die Berechnung der Unterhaltskosten des Autos vor dem Autokauf.
Hier findet ihr Tipps und rechtliches beim Verkauf eines Unfallautos


Auf dieser Seite ist:

Erfolgreich und gewinnbringend ein Auto verkaufen

autoverkaufsangebot
 Einen Gebrauchtwagen gut zu verkaufen ist nicht ganz so einfach. Es fängt mit der Ermittlung des tatsächlichen Marktwert Ihres Gebrauchtwagens an und hört bei den Verkaufsverhandlungen auf. Dazwischen liegt das Ausräumen, Aufbereiten, ev. die Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung zur Wertsteigerung.
Diese Webseite soll ein Ratgeber zum erfolgreichen Verkauf Ihres Autos sein, und einige Tipps und Hinweise zur Wertsteigerung geben.

Irgendwann kommt der Tag bei jedem Autofahrer, dass das alte Auto den Ansprüchen nicht mehr genügt oder die Lebensumstände es erfordern, dass ein neues Auto her muss. Aber das alte Auto muss möglichst zu einem guten Preis weg.

Was ist der Gebrauchtwagen überhaupt noch wert?

Geldsymbol
Zunächst sollte ermittelt werden, was der Altwagen überhaupt noch wert ist. Dazu eignen sich sehr gut die verschiedenen Verkaufsplattformen im Internet. Mit dem Kraftfahrzeugschein ihres Altwagens können dort die Daten des Fahrzeugs eingegeben werden, ev. Sonderausstattungen wie Klimaanlage, elektrische Fensterheber usw. nicht vergessen, die Laufleistung und schon bekommen sie die Verkaufsangebote mit den Wunschpreisen der Verkäufer aufgelistet.
Nun hat man schon einen ungefähren Überblick, was der tatsächliche Marktwert Ihres Gebrauchtwagens ist.

Beim Gebrauchtwagenverkauf macht die Optik den ersten Eindruck

Sonne
Wie so oft im Leben, entscheidet der erste Eindruck. Sieht ein Fahrzeug optisch gepflegt und sauber aus, gehen viele von dem Trugschluss aus, dass es auch technisch gut in Schuss ist. Meist wird dann bei den technischen Details nicht mehr ganz so genau geschaut.

Oft steht schon länger fest, dass ein anderes Auto her muss und es werden Reinigungsarbeiten, Pflegearbeiten und Wartungsarbeiten kaum mehr durchgeführt. Dementsprechend gammelig sieht das Fahrzeug dann auch aus und umso geringer fällt der Verkaufserlös aus. Finanziell lohnt es sich in jedem Fall den Lack auf zu polieren und den Innenraum gründlich zu reinigen. Zunächst sollten alle persönlichen Sachen aus dem Fahrgastraum und Kofferraum ausgeräumt werden. Öffnen Sie alle Klappen und Fächer auch im Kofferraum, kontrollieren Sie das Reserverad und die Reserveradmulde.

Wer keine Lust auf Lackreiniger, Polieren und eine intensive Innenreinigung hat, sollte das Auto auch zu einem Auto-Aufbereiter bringen. Diese sind spezialisiert darauf und bekommen auch die schlimmsten Flecken aus den Sitzen wieder raus. Das kostet zwar 100 bis 200 Euro, bringt aber oftmals einen 400 bis 800 Euro höheren Verkaufspreis und lohnt sich daher sehr. Es gibt auch Autobesitzer, die nach der intensiven Aufbereitung, das Auto nun doch lieber selbst weiter gefahren haben...

Grundsätzlich lässt sich ein Fahrzeug besser verkaufen, wenn es noch angemeldet ist. Denn so hat der private Interessent die Möglichkeit, eine Probefahrt durch zu führen.

Der technische Zustand des Gebrauchtwagens

Bremsscheiben
Grundsätzlich sollten alle grösseren technischen Mängel vor dem Verkauf behoben werden. Diese können den Verkaufserlös erheblich mindern, insbesondere wenn jemand gut vorbereitet z.B. mit unserer Gebrauchtwagencheckliste Punkt für Punkt durch geht. Jeder Mangel wird vom Kaufpreis abgezogen.
Die Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung sollte –auch wenn sie noch nicht fällig sind- neu gemacht werden. Das schafft ein Grundvertrauen, dass das Fahrzeug zumindest die technischen Voraussetzungen für die nächsten zwei Jahre erfüllt. Möglich ist auch, von einer anerkannten Prüforganisation ein Gebrauchtwagen Gutachten machen zu lassen. Das kostet jedoch ab 80 Euro und ist für mich eine unnötige Ausgabe, die man von niemanden wieder bekommt.

Das Gebrauchtfahrzeug in Zahlung geben

waage
Haben Sie sich einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen bei einem Händler ausgesucht, besteht oft die Möglichkeit das Altfahrzeug in Zahlung zu geben. Der Händler muss das Fahrzeug jedoch mit Gewinn weiter verkaufen, deshalb wird der Ankaufpreis oft erheblich geringer als der tatsächliche Marktwert sein. Oder er bietet Ihnen einen unschlagbaren Ankaufpreis, dafür aber erheblich weniger Prozente bzw. Nachlass beim Neukauf.


Taktische Tipps wenn das Auto in Zahlung gegeben werden soll

schach
Erwähnen Sie anfangs mit keinem Wort, dass Sie Ihr Altfahrzeug gern in Zahlung geben wollen. Führen Sie Ihre Kaufverhandlungen hart, kein Mensch zahlt den Wunschpreis des Händlers. Erst wenn Sie wissen, wie hoch der letzte Preis Verkäufers ist erwähnen Sie, dass Sie gern Ihren Altwagen in Zahlung geben möchten.
Da Sie den tatsächlichen Marktpreis des Autos ja ermittelt haben, können Sie nun abschätzen, ob der gebotene Preis Ihres alten Fahrzeugs fair ist.

Diese Unterlagen sollten für den Autoverkauf vorhanden sein

Es macht sich immer gut, wenn jede Menge Reparaturrechnungen, Untersuchungsberichte von Hauptuntersuchungen, Serviceheft noch vorhanden sind. Anhand dieser Belege, lässt sich leicht nachweisen, dass der abgelesene Kilometerstand am Tacho nachvollziehbar ist und nicht manipuliert wurde. Es lohnt sich also nach den alten Rechnungen und Bescheinigungen zu suchen.

Unbedingt erforderliche Unterlagen zum Autoverkauf:

ordner
  • Kraftfahrzeugschein u. Kraftfahrzeugbrief
  • oder Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
  • Prüfberichte Hauptuntersuchung u. Abgasuntersuchung
  • Kaufvertrag in 2facher Ausfertigung
  • gültiger Personalausweis (Verkäufer u. Käufer)



Weitere Unterlagen zum Autoverkauf -falls vorhanden:

  • Serviceheft
  • Bedienungsanleitung
  • Bescheinigungen über ältere Hauptuntersuchungen
  • Reparaturrechnungen
  • ABE, Bescheinigungen über nicht serienmässige Ausstattungen (Felgen, Fahrradträger, Anhängekupplung usw.)

Ohne Kaufvertrag kein Autoverkauf

Kaufvertrag Auto
Grundsätzlich kauft oder verkauft man kein Auto ohne Kaufvertrag!
Benutzen Sie als Verkäufer -wenn möglich- immer Ihren Kaufvertrag und möglichst keinen des Käufers. Sie sind der Verkäufer und Sie bestimmen die Verkaufsbedingungen. Ist es bei in Zahlungnahme nur möglich den Kaufvertrag des Händlers zu nutzen, lesen Sie sich unbedingt auch das Kleingedruckte durch! Sie sind haftbar für Ihre Zusicherungen!
Kfz Kaufverträge gibt es im Internet kostenlos zum runter laden, beim ADAC oder TÜV Süd. Füllen Sie den Kaufvertrag vollständig aus. Wenn es nicht bereits im Vordruck steht, schliessen Sie jegliche Gewährleistung und das Rückgaberecht schriftlich aus! Um die Identität des Käufers zu verifizieren, lassen Sie sich immer den Personalausweis zeigen. Prüfen Sie wie es Ihnen möglich ist, die Echtheit des Ausweises und machen Sie eine Kopie. Im Kaufvertrag unbedingt die genaue Uhrzeit der Übergabe notieren und unterschreiben lassen.
Keiner kann wissen was mit dem verkauften Auto später passiert. Es könnte in einem Unfall mit Fahrerflucht oder gar mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Nur so können Sie zweifelsfrei nachweisen, dass das Fahrzeug nicht mehr Ihr Eigentum ist und sich längst nicht mehr in Ihrem Besitz befindet. Bewahren Sie daher den Kaufvertrag sicher ein paar Jahre auf, am besten in einem ordentlichen Ringordner mit Kantenschutz. So haben Sie die Unterlagen von dem Autoverkauf immer zur Hand.


Keine Zusicherungen machen die Sie nicht halten können


Grundsätzlich haftet auch der Verkäufer für alle gemachten Zusicherungen und kann dafür nach Unterschriebenen Kaufvertrag haftbar und Schadensersatzpflichtig gemacht werden!

Ein Beispiel aus dem wahren Leben:
handschellen
Sie hatten das Fahrzeug nagelneu beim Händler gekauft und nie einen Unfall gehabt oder etwas Nachlackieren lassen. In einer Internet Verkaufsplattform haben Sie das Fahrzeug inseriert und ein Händler aus Dortmund meldet sich bei Ihnen und der kauft Ihr Fahrzeug ungesehen für einen Kunden, der genau so ein Auto braucht. Der Händler schickt Ihnen per Mail oder Fax einen Kaufvertrag, den Sie unterschrieben zurück schicken sollen.
In diesem Kaufvertrag sichern Sie mit Ihrer Unterschrift zu, dass das Auto weder einen Unfall hatte, noch das es irgendwann nachlackiert wurde. Da Sie das Auto ja nagelneu gekauft hatten und Sie alle Reparaturen kennen, unterschreiben Sie den Vertrag.
STOP!
Das können Sie nicht garantieren und zusichern! Oft werden Fahrzeuge schon im Werk nachlackiert. Ist bei der Montage ein kleiner Kratzer passiert, oder die Lackierung ist etwas Fehlerhaft gewesen, wird das gleich im Werk noch einmal nachlackiert. Oder beim Abladen beim Händler ist eine kleine Macke rein gekommen und der Händler hat es nachbessern lassen. Solche Bagatellschäden brauchen nicht angegeben werden, da sie den Wert des Fahrzeugs nicht beeinträchtigen.
Jetzt kommt der Händler aus Dortmund um das gekaufte Auto bei Ihnen abzuholen und das Erste was er macht, ist mit einem Gerät die Lackdicke an zahlreichen Stellen zu messen. Und siehe da, das Auto ist an einer Stelle nachlackiert worden und er zieht Ihnen 3000 Euro vom Kaufpreis ab, da es im Kleingedruckten als Vertragsstrafe so steht. Sie werden jetzt sicher sagen, dann geben Sie das Auto eben nicht ab.
Sie haben aber einen rechtsgültigen Vertrag unterschrieben! Der Händler wird nun alle Fahrtkosten und Mehrkosten (er musste für seinen Kunden ein viel teureres Auto kaufen usw.) die ihm entstehen, über einen Rechtsanwalt von Ihnen einfordern.
Gesetz
Und der Händler bekommt vor Gericht Recht! Sie haben für etwas garantiert, was Sie gar nicht wissen können! Das ist ein wahrer Fall, über dem bereits im Fernsehen in einer Verbrauchsendung berichtet wurde. Der Dortmunder Händler macht das bei jedem seiner Autokäufe so und hat dadurch natürlich eine Menge Geld "gespart". Es ist so sein "Geschäftsmodel" geworden.

Also, wenn Sie etwas zusichern, dann nur das was Sie auch können. Sie können zusichern, dass in der Zeit in der Sie das Fahrzeug in Ihrem Besitz hatten, weder ein Unfallschaden repariert wurde, noch eine Nachlackierung statt gefunden hat.
Genau so verhält es sich, wenn Sie das Auto gebraucht gekauft haben. Sie haben das Fahrzeug bei Tachostand XXX gekauft und jetzt hat er XXY und der Tacho wurde in Ihrem Besitz niemals manipuliert. Was vorher war, kann nicht zugesichert werden.

Das Inserat in einer Online Plattform oder in der Zeitung

autoanzeige
Mit dem erstellen der Anzeige und dem Anpreisen Ihres Fahrzeugs, sollten Sie sich Mühe geben. Schliesslich ist es das Einzige was eventuelle Interessenten dazu bringt, das Auto zu Besichtigen. Übertreiben sie nicht, bleiben Sie bei den Fakten und vor allem, bleiben sie bei der Wahrheit!

Zunächst sollten einige schöne Bilder von dem zu verkaufenden Auto gemacht werden. Ein schöner grüner Hintergrund und etwas Sonne, geben dem Fahrzeug eine positive Ausstrahlung. Machen sie ruhig auch ein Bild von einem Kratzer oder eine Beule und erwähnen Sie auch Mängel, -das schafft vertrauen. Das Kennzeichen auf dem Bild unbedingt unkenntlich machen und am Telefon nicht Ihren Kfz Versicherer nennen. Denn mit dem Kennzeichen und den Namen der Versicherung, können Kaskoschäden mit Ihrer Versicherung abgerechnet werden.

Nehmen Sie sich die Zeit, alle technische Daten, den Kilometerstand sowie die Fälligkeit der Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung sorgsam einzutragen. Vergessen Sie nicht, Extras und Sonderausstattungen -Alu Felgen, Klimaanlage, Anhängekupplung, usw.- zu erwähnen. Aber erwähnen sie auch ev. vorhandene Mängel.

Beschreiben Sie die Vorzüge Ihres Autos, -viel Platz, niedriger Kraftstoffverbrauch, grosser Kofferraum etc.- denken Sie daran, warum Sie selbst ausgerechnet DAS Auto gekauft hatten.

Lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn Sie ständig Anrufe bekommen, dass das Auto viel zu teuer ist. So ist es einem Bekannten mit seinem Mercedes ergangen, der ständig wüste Beschimpfungen mit ausländischem Akzent über sich ergehen lassen musste. Das soll wohl die Verkäufer "weichklopfen" damit der Preis gedrückt wird.

Grundsätzlich sollte der Autoverkauf an Privat nur gegen Bargeld erfolgen

Geld
Es ist allgemein üblich, dass Autos immer mit Bargeld bezahlt werden. Lassen Sie sich auf nichts anderes ein! Möglich ist noch eine Anzahlung bis zur Fahrzeugübergabe. Darin sollten Sie aber unbedingt schriftlich fixieren, dass Sie eine Entschädigung von XX (100) Euro einbehalten können, falls der Restbetrag nicht bezahlt wird und das Auto nicht abgeholt wird. Schliesslich hätten Sie das Fahrzeug zwischenzeitlich auch jemand Anderen verkaufen können.

Das Treffen mit dem Kaufinteressenten

Treffpunkt
Bleiben Sie ruhig und gelassen, -es geht nur um einen Autoverkauf. Auch hier gilt: der erste Eindruck schafft vertrauen. Wenn jemand in Turnhose, dreckigen T-Shirt, Flasche Bier in der Hand und Tüte im Mundwinkel auftritt, schafft das nicht gerade das Vertrauen um ein Auto zu kaufen. Freundlichkeit und ab und zu ein kleines Spässchen, lockern die Atmosphäre.

Halten Sie alle Unterlagen bereit. Fahren Sie bei einer Probefahrt grundsätzlich mit! Lassen Sie sich vorher den Führerschein zeigen!

Die Ummeldung und Zulassung

Während es vor einigen Jahren noch Standard war, das Auto mit Nummernschildern und Zulassung dem Käufer zu übergeben, ist heute unbedingt davon abzuraten. Meldet der nette Autokäufer das Fahrzeug nicht um, zahlen Sie die Beiträge der Versicherung für das laufende Kalenderjahr weiter. Ebenso muss Ihre KFZ Versicherung für Schäden, die das Auto verursacht aufkommen.
Sparen Sie sich diese unsichere Situation! Heute gibt man dem Käufer nach Abschluss des Kaufvertrages, die Nummernschilder, den Kfz-Brief, den Kraftfahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, sowie die Prüfberichte der Hauptuntersuchung u. Abgasuntersuchung mit. Das Auto bleibt da!
Sie sind gesetzlich verpflichtet, den Verkauf Ihres Autos der Zulassungsstelle unverzüglich mit zu teilen. Es reicht eine Kopie des Kaufvertrags mit einer kurzen Erläuterung zu schicken. Eine Meldung an Ihre Versicherung schadet auch nicht.

Viel Erfolg bei dem Verkauf Ihres Autos!


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