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Erfahrungsbericht über das Zeltfestival Ruhr

Was ist das?

Seit 2008 findet jährlich am Bochum-, Wittener- und Hattinger Stausee Kemnade, mitten in einem hübschen grünen Erholungsgebiet das Zeltfestival Ruhr statt.
Kunsthandwerk, Kulturprogramm, ein Kleinmarkt, wechselnde Auftritte verschiedener Künstler und gehobene Gastronomie soll eine möglichst breite Masse von Interessierten ansprechen. Meistens sorgen die gleichen Gastronomen, die auch bei Bochum kulinarisch dabei waren, für das leibliche Wohlbefinden der Besucher. In drei grossen Zelten finden Veranstaltungen von Radiosendern und Auftritte von Musikern und Entertainment statt, für die extra Karten gekauft werden müssen.

Die Auftritte in den grossen Zelten

Wir waren im vorigen Jahr bei einem Amy Macdonald Konzert und ich kann das nicht empfehlen. In dem völlig überhitzten Zelt, konnte man kaum etwas sehen und die Akustik war absolut mangelhaft. Während wir noch moderate 30-35 Euro für eine Karte bezahlt haben, wird mittlerweile z.B. für einen Joe Cocker über 60 Euro aufgerufen.
Das Geld sollte man sich wirklich sparen, noch ein paar Euro drauf legen und zu einem "richtigen" Konzert der Musiker gehen.
Kleinkünstler wie Helge Schneider (34.-), Hennes Bender (24.-), oder Frank Goosen (24.-) sind für den Preis sicher sehenswert.

Fazit:

Das Zeltfestival Ruhr ist auch -ohne die Zusatzkosten von einem Konzert oder Veranstaltung- ein Besuch wert. Man kann etwas über den kleinen Markt schlendern, sehr gut Essen und leckeres Bochumer Bier gibt es auch. Bei schönen Wetter ist es allerdings oft sehr überfüllt.
Ein etwas seltsames Pfandsystem mit Chips für Getränke und Essen, trübt die recht gute Organisation etwas. So haben wir für unser Essen sagenhafte 6 Chips für den bezahlten Pfand erhalten, mussten jedoch die Nachtisch Gläser zu dem Gastronom zurück bringen und Teller, Besteck, Gläser in die Pfand Rückgabe Stelle. Das ist wenig durchdacht.

Gutes Essen, kaltes Bier, -was braucht man mehr?
Nächstes Jahr gern wieder! Meine Bewertung:
Die Bewertung

Runrig Konzert im Amphitheater Gelsenkirchen, Erfahrungsbericht

Konzert und Ambiente

Ich war sehr überrascht, dass ich zum Geburtstag 2 Karten für das Konzert von meiner Lebensgefährtin bekommen hatte, da wir vor 2 Jahren bereits an gleicher Stelle, das Runrig Konzert zur CD "Everything You See" gesehen hatten und die Jungs bisher keine Neue CD aufgelegt hatten.
Mit dem unvergesslichen "Mara" Konzert 1995 ist dass das 3 Konzert von Runrig, dass ich besucht habe. Da Runrig eine meiner Lieblingsgruppen ist, konnte sie also keinen Fehler mit den Karten machen. Sie ist sehr schlau...

Das Amphitheater hat eine ganz besondere Atmosphäre, schon allein wegen der wunderschönen Lage mitten im Nordsternpark. Die Bühne liegt direkt vor dem Rhein Herne Kanal und es sieht toll aus, wenn im Hintergrund die Schiffe vorbei fahren.
Amphitheater
Am Merchandising Stand von Runrig, konnte man natürlich CD's und von Anziehsachen bis günstige Streuartikel alles kaufen. Natürlich hat meine Freundin wieder einige Dinge "ergattert".


Das Amphitheater kulinarisch

Es sind jede Menge Essstände oberhalb der Arena mit verschiedenen Angeboten vorhanden, ebenso werden in genügend Bierständen kleine Erfrischungen gereicht. Mit 3,50 ein Bierchen, ist allerdings Preiswert was ganz anderes.
Wir essen hier im Revier gern Currywurst. In einem Selbstversuch habe ich die Gelsenkirchener Currywurst getestet: In der wahren Voraussicht, dass die Wurst und die Brühe die dort Sosse genannt wird wohl kaum Geschmack hat, habe ich "Extra Scharf" bestellt. Was sich im Bochumer Bermudadreieck, (in der Currywurstbude am Kino), für kulinarisch Ortsfremde, immer wieder als fataler Fehler rausstellt, da Sosse und Wurst schon in der Standardversion, durch eine aussergewöhnliche Schärfe auszeichnet. Was ich dort als "Extra Scharf" bekam, war ein ganz müdes Würstchen, dass meinen Bierdurst in keiner Weise angeregt hat.
Fazit: da müssen unsere Gelsenkirchener Freunde noch eine Menge Entwicklungsarbeit leisten und sollten sich den einen oder anderen Tipp aus Bochum abholen!

Das Runrig Konzert

Total nette freundliche Mitbesucher und einen Platz in der Nähe vom Getränkestand, die Voraussetzungen für einen unvergesslichen Abend waren von unserer Seite geschaffen.
Ich denke, man spürt als Hörer, ob die Musiker nur ihr Standard Programm um Geld zu verdienen abrufen, oder Musik machen, weil sie Musik lieben, fühlen, dafür leben und es als etwas ganz besonderes Empfinden, vor einem Publikum auftreten zu dürfen. All das spürt man bei Runrig, sie nehmen Dich mit auf eine emotionale Reise, reissen Dich mit bei lauten, harten Stimmungsvollen Liedern, fordern Dich zum Mitsingen auf und lassen Dich schlucken bei Balladen und ruhigen Passagen. So ist Musik die ich liebe!
Anders als vor 2 Jahren, haben Runrig diesmal viele alte Lieder gespielt, die vorher noch nicht Live gesehen, gehört habe.
Ein tolles Konzert, -wie immer bei Runrig!

Die Parkplatz Unfähigkeit

Obwohl neben der Arena ein grosser Parkplatz ist und dieser mit Anweisern besetzt ist, gab es vor 2 Jahren grosse Probleme. Anstatt die Einfahrt des bereits überfüllten Parkplatz einfach mit zwei Poller abzusperren, liessen die von dieser Intelligenzleistung völlig überforderten Parkeinweiser, alle Autos eine Runde auf den Parkplatz drehen, die rund 30 Minuten dauerte. Anschliessend musste man irgendwo im tiefsten Gelsenkirchen einen Parkplatz suchen und nach dem kilometerlangen Fussmarsch, ist man fast zu spät zum Konzert gekommen.
Diesmal sind wir eher angekommen und konnten für sagenhafte 5 Euro die rund 2,5 Stunden parken. Offensichtlich versucht die Stadt Gelsenkirchen, ihre runtergewirtschaften Finanzen, durch das Abzocken von Besuchern, aufzubessern! Fast 10% vom Preis der Eintrittskarten nur für das Parken zu nehmen, ist schlichtweg eine Unverschämtheit!
Wer jetzt denkt, für den Preis gibt es jetzt auch einen super Service, weit gefehlt! Nach dem Konzert sassen wir über 1,5 Stunden im Auto auf dem Parkplatz, da nichts ging. Irgendwann kamen doch einer auf die Idee, eine Spur der wegführenden Strasse zu sperren, damit ein langsames Abfliessen der Autos gewährleistet ist.

Wegen der -wie offensichtlich immer in Gelsenkirchen- katastrophalen Organisation des Verkehrs, der Abzocke für das Parken, sowie der nicht schmeckenden Currywurst und das teure Bier, ziehe ich eine Zündkerze bei der Bewertung ab. Für das Ambiente des Amphiteaters sowie der Musikgruppe Runrig -volle Zündkerzenzahl! Gern wieder!
Die Bewertung

Kulinarisches Treffen in Bochum

Erfahrungsbericht

Menschenauflauf statt Nudelauflauf

Massenveranstaltungen mit Menschengedränge versuche ich möglichst zu vermeiden. Allerdings werde ich immer wieder von meiner Lebensgefährtin genötigt, an solchen "Events" teilzunehmen. In diesen Fall war es ihr besonders wichtig, da sie sehr gerne kocht und von den neusten Kreationen der Meisterköche Anregungen mitnehmen wollte.
Ich muss mit Repressalien in kulinarischer Form (in diesem Fall sehr passend) rechnen, wenn ich mich allzu oft ausschliesse. Dann gibt es längere Zeit Kniften (Butterbrote), statt die Ergebnisse ihrer ausgefeilten Kochkunst zu futtern.
So war es denn mal wieder soweit, dass ich an einem "Event" teilnehmen musste.

Es stand das 22. "Kulinarische Treffen in Bochum" an.
Vorab hatte mir ein Bekannter berichtet, dass es dort unter vielem anderem, (Zitat:) "Eine magere Ente für 13 Euro gibt, -nur Haut und Knochen- und man anschliessend erstmal 'ne Currywurst essen muss, damit man halbwegs satt ist." Das wollte ich in einem Selbstversuch testen, um der ganzen Aktion wenigstens halbwegs einen Sinn zu geben.
Als wir eintrafen, war es genau wie ich es befürchtet hatte: Es war verdammt voll, unzählige Menschen drängten sich durch die Gassen zwischen den "Fressbuden", oder standen in langen Schlangen an den verschiedenen Ständen an. Irgendwo einen Sitzplatz zu bekommen war aussichtsloser, als einen Koffer voll Geld zu finden.
Wir hatten aber das Glück, dass die Bekannten mit denen wir verabredet waren, einen engen Platz auf einer harten Holzbank ergattert hatten. Wir quetschten uns mit dazwischen. Schnell checkte ich die Lage und war beruhigt, dass ein Bierstand einer Bochumer Brauerei in unmittelbarer Nähe war. Unter diesen Umständen ein sehr guter Platz.

Zum Test: Wie überall musste man sich auch für die Enten in einer längeren Schlange anstellen. Allerdings knallten die Mitarbeiter eine Ente nach der anderen raus und es ging recht fix. Ich habe noch nie eine solch kleine Ente gesehen -grösse: mageres halbes Hähnchen- und es hatte tatsächlich den Anschein, dass die Schlachtung für die Ente eine Erlösung vor dem Hungertod gewesen sein musste. Aber es war recht lecker und ich wurde auch satt, -ohne Currywurst. Ferner kostete es auch nicht 13 Euro sondern nur 9 Euro.

Fazit: Mein Bekannter hatte übertrieben, denn man wurde von der Ente satt und der Preis war auch geringer. Da Enten wohl schon seit etlichen 1000 Jahren gern gegrillt verzehrt werden, gab mein Gericht keine neue Anregungen für meine Lebensgefährtin über die "raffinierte" Zubereitung her.

Einen Stand bei dem es Nudelauflauf gab, habe ich nicht gesehen, dafür aber einen riesigen Menschenauflauf.

Mann konnte etwas Essen und Trinken, sonst zu voll und harte Bänke, deshalb nur...
Die Bewertung



Aktuelles, Kulturhauptstadt 2010

Der Erfahrungsbericht,
Still-Leben auf der A40

Die Idee 60 KM Autobahn zu sperren und für Fussgänger und Radler freizugeben und ein grosses Fest zu feiern, soll ja unter den Genuss von etlichen (schlechten?) Ouzo entstanden sein. 
Ich muss zugeben, dass mir der tiefere Sinn, etwas verborgen geblieben ist.
Es soll "ein einmaliges Fest der Alltagskulturen" werden, -was auch immer das sein soll- es hört sich jedenfalls verdammt gut an.

Blick von der Brücke Stadion, gut zu sehen: rechts der Stau der Fussgänger
Abfahrt Stadion

Wie dem auch sei, als Bochumer Junge und nicht zuletzt auf Druck meiner Freundin, musste ich, wie 3 Millionen Andere auch, daran teilnehmen. Insbesondere da das Wetter mit strahlendem Sonnenschein und keine aufziehenden Gewitter, irgendeine Ausrede hergaben.

Unser Tisch stand Abfahrt Bochum Zentrum, von der Auffahrt Stadion war also nur "eine" Abfahrt zu latschen. Der erste Fussgänger Stau kam schon nach rund 300 Meter. Es war ein Gedränge wie Tags zuvor bei "Bochum Total", dass -mir völlig unverständlich- auch an diesem Wochenende statt fand.

Na toll, da wo ich sonst mit dem Auto im Stau stehe, jetzt mal zur Abwechslung als Fussgänger.
Wie man hörte, mussten sogar Auffahrten zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden.

Viele die vorbei latschten, wollten sich Präsentieren, einige waren voll wie die Nattern und viele Andre wollten nur sagen können: Ich war dabei!

Plötzlich waren schimpfende Fahrradfahrer von der Gegenfahrbahn zu hören. Es war Stau und absteigen war angesagt. Das war schon lustig, die gleichen Typen die sonst morgens und abends mit dem Auto lauthals im Stau schimpfen, schimpften jetzt auf dem Fahrrad.
Was hatten die erwartet? Das ist die A40!


Ob zu Fuss, mit dem Fahrrad oder Auto, -auf der A40 ist immer Stau!

Nur eine Zündkerze für die gute Idee die A40 mal zu sperren...
Die Bewertung

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